Ghostwriter

Die Fachzeitung „Lebensmittel Zeitung“ berichtete in der Ausgabe vom 14.07.06 über Weblogs. Ein Ausschnitt hieraus:

Demnach beschränkt sich die Lebensmittelbranche auf diesem Gebiet immer noch überwiegend auf Getränkehersteller. Nach Angaben der Agentur Econcon, die eine Blog-Hitparade erstellt hat, ist FRoSTA unter den 100 wichtigsten Unternehmensblogs die Nr. 50. Na ja, nicht schlecht aber könnte besser sein. (Nr. 1 ist Shopblogger Björn Harste. Glückwunsch!) Immerhin: FRoSTA „ist laut den Studienmachern unangefochtene Nummer eins im Bereich Food.“ Also das wäre eigentlich mal was, um sich selber wieder auf die Schulter zu klopfen. Machen wir doch gerne 😉 Doch dann der Schock: „So mancher Internet-Nutzer hält das Weblog (von FRoSTA) für marketinggesteuert und die Inhalte für vorformuliert.“ Das kann man wohl so interpretieren, dass man uns für nicht ganz glaubwürdig hält. Das ist natürlich extrem deprimierend. Da haben wir extra für viel Geld Dan Brown und Hera Lind engagiert, um uns authentische und mitreißende Texte zu schreiben, die wir dann unter dem Namen eines Mitarbeiters veröffentlichen und trotzdem kommt so eine Aussage unserer Leser. *schnief* Hat etwa irgendjemand den Eindruck, ich würde hier nicht die Wahrheit berichten?

Mal im Ernst: Natürlich können wir nicht über alles schreiben was berichtenswert wäre. Das wird bei allen Firmen so sein. Dass wir nicht ganz neutral über manche Dinge schreiben, ist wohl auch klar. (Aber selbst wenn wir neutral wären, würde FRoSTA meistens gut abschneiden!) Und überlegen, was man schreibt, sollte man als FRoSTA-Blogger auch, denn im Gegensatz zu vielen anderen im Netz ist man als Firma nicht anonym und hat gewisse Verantwortung. Ansonsten kann ich aber versichern, dass wir freie Bahn, haben, jederzeit intelligente oder auch nicht so intelligente Geschichten zu schreiben. Und beide Möglichkeiten wurden ja schon intensiv genutzt.

Beweis für die Meinungsfreiheit? O.K. Entgegen der ausdrücklichen Anweisung unseres Vorstands, habe ich schon wieder beim Italiener eine Pizza gegessen. Was bin ich doch für ein Rebell …

gez. John Grisham

Über den Autor Zeige alle Beiträge Website des Autors

Frank Ehlerding (Controlling)

Frank Ehlerding (Controlling)

Controlling

8 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Niemand wird wohl von einem Firmenblog erwarten, dass es vollkommen neutral ist. In erster Linie ist und bleibt es eben Marketing, da kann man erzählen, was man will. Blogs laufen eben nur auf einer persönlicheren Ebene, weil das Marketing nicht über Werbung abläuft, sondern über direkter Kommunikation mit dem Kunden, eben viel eher so wie auf Messen, wo der Kunde von Stand zu Stand schlendert und mit den Messevertretern plauscht.

  • @ Björn Harste
    Solche positiven Antworten sind immer wieder ermutigend. Ich glaube, dass ich mich nun doch bereit erklären werde, endlich das Vorwort für den neuen Roman von Rosamunde Pilcher zu schreiben.

  • So macher Internetnutzer? Oder vielleicht doch nur der Verfasser des Zeitungsartikels?

    Ich denke, da wollte mal wieder ein Schreiberling mit seinem nicht vorhandenen Insiderwissen protzen.

    Aber passt auf, demnächst kommt das vielleicht in der BILD und dann seid ihr weg vom Markt – Aus und vorbei!
    *ggg*

    Gerhard Zirkel

  • Auszug:“denn im Gegensatz zu vielen anderen im Netz ist man als Firma nicht anonym und hat gewisse Verantwortung“

    Sehr gut, so ist es wohl auch!

    Auch ein Lob an den „Frosta-Blog“ – Ich lese es gerne – Und schleppe schon die „Frosta-Tiefkühlbeutel“ im Büro an – Lecker, lecker!

    Liebe Grüße Ute

  • Ich finde, dass Ihr hier einen sehr offenen Blogstil habt. Natürlich schreibt man lieber positive Sachen über das eigene Produkt. Aber z.B. gerade der öffentliche Aufruf an die (internen) Blogger, mehr zu schreiben, zeugt für mich von Authentizität.
    Und Aussagen wie „So mancher Internet-Nutzer“ sind wenig aussagekräftig und bedeuten oft, dass der Journalist selbst keine nennenswerten Anhaltspunkte für die Kritik gefunden hat, aber meint, dass sie existieren müssten. So macht man einfach eine oberflächliche Recherche zur verallgemeinerten Aussage. Ohne dies natürlich genau diesem Journalisten unterstellen zu wollen 😉

Jetzt Kommentar schreiben und mitdiskutieren

Bitte vor dem Kommentieren unsere Blog-Regeln zur Kenntnis nehmen.