Miez, Miez, Miez!

Wir als Controller sind eigentlich innerhalb der Lebensmittelbranche beliebig austauschbar. So könnten Controller von FRoSTA genauso gut bei Produzenten von Nudeln, Torten oder gar von Katzenfutter arbeiten, ohne dass für uns die Arbeit vollkommen anders wäre, sie deshalb grundsätzlich mehr oder weniger Spaß machen würde als jetzt auch.

Anders sieht das für unsere Kollegen in der Produktentwicklung, in der Qualitätssicherung oder für unsere Produktmanager aus. Denn wie ich gerade eben vor den Nachrichten beim Durchzappen beim letzten Rest eines Beitrages sehen durfte, werden die sensorischen Produkttests bei Dosenfutter für Katzen eben nicht nur von Katzen durchgeführt, auch die Mitarbeiter selbst matschen fröhlich in der Dosenpampe, um die Konsistenz des Fleischbreis zu erkunden und schoben sich offenbar genüsslich mit einem Lächeln (gut geschauspielert?) einen Klumpen der Haustiermahlzeit unter den Gaumen. „Ja, gut so“, oder so ähnlich war der Kommentar dieses sachkundigen Vorkosters, während ich selbst mit vor Staunen offenem Mund vor dem Fernseher saß.

Dass bei uns zu Hause die Miezekatzen sich mal unerlaubt über unbeaufsichtigte Teile unseres Mittagessens hergemacht haben, ist ja schon mal vorgekommen. Aber mir ist noch nie der Gedanke gekommen, mich dafür auch mal zu revanchieren.

Vielleicht ist das, wie viele andere Sachen auch, nur eine Sache der Gewöhnung aber ich möchte nicht ausschließen, dass ich morgen den einen oder anderen Kollegen aus unserer Produktentwicklung oder Qualitätssicherung auf unser Hochregallager klettern sehe, um dort laut aus Leibeskräften: „Danke, dass ich bei FRoSTA bin!“, über das FRoSTA-Gelände herauszuschreien.

Über den Autor Zeige alle Beiträge Website des Autors

Frank Ehlerding (Controlling)

Frank Ehlerding (Controlling)

Controlling

7 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • … dann hoffe ich aber, dass im Umkehrschluss nicht bei FRoSTA Katzen als Test-Esser arbeiten 🙂

    Obwohl – war da nicht mal ein Artikel bezüglich Katzenfutter und Preise der Frostagerichte? Mal im Archiv wühlen…

  • Ja den habe ich auch gesehen.
    Er sagte „Gut so, schmeckt nach bester Leber“.
    Alleine schon die Art wie er ein Stück von dem Futterbrocken abbiss wie von einer Praline – Einfach wiederwärtig.

  • Wieso, habe ich auch schon gemacht.

    Interessant fand ich, dass die Katzen eine Geschmacksschulung bekommen und Gierschlunde als Tester aussortiert werden 😉

  • Zu Tierfutter wird oft verarbeitet, was rechtlich für den menschlichen Verzehr nicht (mehr) geeignet ist. Da erinnere ich mich daran, dass während der Gammelfleischskandale oft die Formulierung fiel: nur noch für die Herstellung von Tierfutter geeignet.
    Gut, dass Hund und Katze das nicht wissen….

  • Die Passage mit der Revanche bei den Mietzekatzen hat mir vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben. Ich stell mir das gerade bildlich vor und überlege wie die Katze dabei aus der Wäsche schaut. 🙂

  • Die Revanche würde wahrscheinlich nur teilweise gelingen. Während man bei Euch bestrebt ist, dass die einzelnen Bestandteile ihren Geschmack behalten (dass also Karotten auch nach Karotten schmecken), müssen die Katzenfutterhersteller ihren Verbrauchern suggerieren, dass das Futter aus wohlschmeckendem Fleisch besteht. Dabei ist der Fleischanteil im Katzenfutter häufig niedriger als es für eine Katze akzeptabel wäre, wenn sie es denn wüsste. Setzte man der Katze Eure Produkte vor, würde sie höchstwahrscheinlich nur sehr selektiv sich das herauspicken, was Katzen eben so mögen.

Jetzt Kommentar schreiben und mitdiskutieren

Bitte vor dem Kommentieren unsere Blog-Regeln zur Kenntnis nehmen.