Mit Essen soll man nicht spielen…

… in diesem Fall aber doch. Kennt Ihr schon den neuen grandiosen Werbespot von Renault? Renault lässt Sushi und andere Lebensmittel mit stark nationalem Bezug wie etwa eine Weißwurst gegen die Wand fahren. Nur das französische Baguette überlebt. Die Botschaft: Die sichersten Autos kommen aus Frankreich.

Hier könnt Ihr den Werbespot ansehen oder downloaden.

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Melanie Erler

Melanie Erler

6 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Ich finde diesen Spot total geil!!! Die Werbung macht neugierig und ist spannend „wann kommt endlich der neue Renault???“ Großes Lob an die Agentur. Ohne das Produkt zu zeigen, eine sehr merkfähige Werbung.

  • Ich finde den Spot ehrlich gesagt ziemlich dämlich.

    Erinnert mich zum einen stark an „Essen aus Deutschland“ Kampagnen von der CMA, welche pauschal jedes aus D stammende Nahrungsmittel zu einem Qualitätsprodukt erklären wollen. Was ja bekanntermassen absoluter Quatsch ist.

    Und zum anderen mag ich persönlich diese Form von „Nationalismus“ gar nicht. Weder gilt das alle Deutschen = Weisswürstchenesser, noch das alle Italiener = Spaghettifresser, alle Japaner = Sushimampfer usw. usf.

    Intelligente Werbung sollte sich m.E. nicht dieser Art von platten Pauschalisierungen und Stereotypen bedienen.

  • „Ohne das Produkt zu zeigen, eine sehr merkfähige Werbung.“
    Richtig erkannt! Damit wurde wieder einmal die emotionale Bindung an ein Markenprodukt erreicht, ein Artikel ins Gehirn des Konsumenten eingehämmert. Das schafft man nicht, indem man Renaults an der Tankstelle, Renaults im Stau, Renaults auf zermatschten Kinderwagen, Renaults im ozonverbrannten Wald oder Renaults im Bett mit der Frau/dem Mann (oder war das Peugeot, wo da eine Frau mit einem Auto im Zelt plüschig am Lagerfeuer sitzt?) zeigt. In der Autowerbung werden gar keine Produktbeschreibungen mehr gemacht, weil ALLE Autos mittlerweile fast völlig identisch sind in Ausstattung und Aussehen, alle haben 25 Airbags, 4 Reifen, ausleerbare Aschenbecher, außenverstellbare Innenspiegel, Rückenwärmer und weiß der Geier was für einen Mist, ach ja, die peinlichen Duftbäumchen am Spiegel gehören auch zu einem Auto, und das alles für einen einzigen Zweck: um in sitzender Körperhaltung (ein richtiger Mensch bevorzugt den aufrechten Gang) bewegungslos fett und faul mit einer über alle Strecken gemittelten Durchschnittsgeschwindigkeit von 23 km/h durch die Gegend zu rumpeln.

    „Wann kommt endlich der neue Renault?“ Meine Güte! Renaults fahren zigmillionenfach durch die Straßen, weltweit haben sie und Peugeot und VW und Opel etc ganze Städte mit Blech zugekotzt.
    In China wurden im Jahr 2005 103.000 Menschen von Autos totgefahren, von den lebenslang zu Krüppeln gebretterten gar nicht zu reden. Das ist fast die ganze Einwohnerschaft Bremerhavens, und die ist nicht in einem Krieg umgekommen, sondern nur, weil sich einige entschlossen haben, Auto zu fahren! Dieser Leichenberg gehört in die Werbung und nicht die Lebensmittel!
    „Auto befiehl, wir folgen Dir!“
    Auch Adolf Hitler hat sich die Vollmotorisierung gewünscht und sein Wunsch ist aus der Gruft heraus in Erfüllung gegangen. Alptraum Auto ist Realität geworden.
    Es werden mehr Autos gebaut, als Menschen geboren werden. Also zeugt gefälligst mehr Kinder, damit wir diese stinkenden und gasenden Blechdosen füllen können!
    Ich hatte gehofft, dass sich diese plumpen Techniksaurier aus dem letzten Jahrhundert endlich überlebt hätten, aber es gibt immer noch genügend Autofetischisten, die diese Primitivtechnik „total geil“ finden und tatsächlich 6 Jahre ihres Lebens in so einem rollenden Eimer verbringen.
    Ich habe eine Frau und 2 kleine Töchter, vor 20 Jahren den Führerschein gemacht, habe nie ein Auto gefahren (1 Jahr Motorrad – Schwamm drüber), ich radel jeden Tag 10 km zur Arbeit und in Gesprächen mit Kollegen habe ich immer wieder den Eindruck, dass meine Mobilität uns weiter bringt, dass unser Erlebnishorizont viel größer ist als der von Autofahrern, deren Dasein darin besteht, 1 Tag in der Woche fürs Autoabbezahlen zu arbeiten und das Auto möglichst oft und sinnlos nur um des Fahrens willen Gassi zu führen.
    Das schreibt Ihnen ein fortschrittlicher, lebenslustiger und sinnenfroher Frosta-Kunde.
    Robert Steinmetz, http://www.autofrei.de

  • …ich find den Kram auch superdämlich.

    Mein Rat an die Frosta – Marketing/Vertriebstruppe:

    Zuerst das Produkt(Qualität), dann effiziente Abläufe und dann kann man über Image und witzige Werbung nachdenken.

    Also feiert euch nicht mit tollen Broschüren, sondern rein in die Märkte und Kunden begeistern…

    Nach einer ganzen Weile lässt sich aber feststellen, dass Produkte eine Zeit von gutem Image zehren können. (mercedes) – aber letztlich setzt sich nur die Qualität durch.

  • Diese Werbung wurde einmal von Galileo nachgestellt.
    Ergebnis: Das Baguett zerbröckelt, allerdings bleibt die Weißwurst heile.
    Fazit: Renault hat nicht die Wahrheit gesagt.

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