Steuer fest in der Hand.

Gleich beim allerersten Bericht in unserem Blog schien es so, als ob wir uns in die Nesseln gesetzt hätten: Alle Internet-Experten, Sprachforscher, Deutschlehrer, Etymologen und Hobby-Exegesen dieser Erde wiesen uns zu/recht (darauf hin), dass es gefälligst „das Blog“ heißt. Voller Genugtuung haben wir bei FRoSTA uns natürlich eins gefeixt, als der neue Duden raus kam und bestätigte: Man kann auch „der Blog“ sagen!!!! Ein Revival für die „Becker-Faust“ und ein kräftiges „Yes!“ gingen durch die FRoSTA-Verwaltung. Damit ist unsere Ehre endlich wieder hergestellt. 😉

Und somit habe ich mich jetzt in Stimmung geschrieben für einen anderen Fall, der aber ähnlich gelagert ist, denn wie ich festgestellt habe, kann man sowohl „das Steuer“ als auch „die Steuer“ sagen…

Damit wären wir zweifellos bei der derzeit grassierenden Barmherzigkeit der Steuergeschenke. Insbesondere bei der Radiowerbung höre ich von jedem zweiten Autohersteller und jedem dritten Möbelhaus den Slogan: „Wir schenken ihnen die Mehrwertsteuer!“ oder „Ich wünsch’ mir eine Mehrwertsteuer!“ Und ein Kaffeeröster verspricht sogar: „Sparen Sie bis zum Dreifachen der Mehrwertsteuer!“ 48% hören sich auch viel besser an, wenn man statt dessen den Begriff „dreifache Mehrwertsteuer“ verwendet. So viel Kreativität auf einmal … Da scheint es wohl einen Sonderposten Marketingideen billig auf dem Grabbeltisch einer Werbeagentur gegeben zu haben, und alle haben zugegriffen. Demnach ist die Mehrwertsteuererhöhung für den Verbraucher sogar positiv, denn zukünftig bekommt er noch mehr geschenkt. Übrigens: Auch FRoSTA „verschenkt“ die Mehrwertsteuer. Und zwar an das Finanzamt.

Etwas reeller hört sich das schon bei Handelsriese Aldi-Nord an, der die Konkurrenz mit der Ankündigung schockt: „Aldi friert die Preise schon heute ein.“ Klingt gut, doch das ist noch gar nichts gegen die FRoSTA-Ideenschmiede. Wir frieren nämlich sogar unsere sämtlichen Produkte ein!!! Und das schon seit Jahren. Das soll uns erst mal einer nachmachen! 😉

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Frank Ehlerding (Controlling)

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Controlling

8 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • „Sparen Sie bis zum Dreifachen der Mehrwertsteuer!“ ist so noch nicht einmal richtig, wenn wirklich 48 Prozent gemeint sind. Denn 16 Prozent beträgt die Mehrwertsteuer nur, wenn man aus dem Nettopreis den Bruttopreis errechnet. Wenn ein Kunde vom Bruttopreis den Mehrwertsteuerbetrag abziehen darf, weil er ihn nicht bezahlen muss, spart er auf diese Weise nicht 16 Prozent, sondern nur 13,79 Prozent des Bruttorechnnungsbetrages.

    Wenn also eine tatsächliche Ersparnis von 48 Prozent gemeinet ist, spart man unterm Strich nicht das Dreifache der normalerweise gezahlten Mehrwertsteuer, sonden sogar das 3,48-fache. Oder aber es ist eine Ersparnis in Höhe des dreifachen Mehrwertsteuerbetrages gemeint. Das entspräche dann allerdings nicht einer Ersparnis von 48 Prozent, sondern nur von 41,37 Prozent.

    Ich weiß, ich weiß – das war jetzt kleinliche Korinthenkackerei. Aber falsche Prozentrechnung wird in Schule/Ausbildung/Studium schließlich auch immer rot angestrichen. Deswegen: alle beteiligten Werber – setzen, sechs 😉

  • Das nächste Mal schlage ich auch zu, wenn wieder Etwas „ohne Mehrwertsteuer“ verkauft wird. Und wehe auf der Rechnung steht sie dann trotzdem drauf!

    Aber seltsam ist das schon, immer wenn ich bei einer Rechnung die Mehrwerteuer weglasse, bekomme ich Ärger mit dem Finanzamt.

    Gerhard Zirkel

    PS: An das Finanzamt: Das war ein SCHEEEERZ!

  • Da sehe ich doch gerade im Fernsehen einen Werbespot von Opel: „Opel schenkt Ihnen die Mehrwertsteuer.“ Im Text stand dann noch: „gültig bis 30.09.“ Wohl gemerkt: Heute ist der 02.10.!

    Opel. Frisches Denken für bessere Autos.

  • @ Frank Ehlerding

    lol
    Die können doch schon nicht rechnen…wie sollte Opel denn auch einen Kaldender mit den vielen zahlen deuten?
    Ich sag nur: „Sag doch einfach wir fahren Golf“

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