FRoSTA Gemüse aus Feicheng (China)

Vor einigen Wochen haben wir hier im Blog einen Food Scout gesucht, der mit uns auf Entdeckertour nach China kommt (http://www.frostablog.de/aktuelles/auf-gehts-nach-china).

Wir erhielten zahlreiche Bewerbungen und entschieden und nach einem überzeugendem Interview für Irene. Vom 5.-11. Juli reiste Irene nach China und erlebte vor Ort den Anbau der FRoSTA Edamme-Sojabohnen, Süßkartoffeln, Frühlingszwiebeln und Knoblauch. Eine erste Nachricht von Irene erreichte uns bereits aus China (http://www.frostablog.de/aktuelles/nachricht-aus-china).

Hier folgen nun Irenes Eindrücke über den FRoSTA Gemüselieferanten Giant Food: (Der zugehörige Film folgt in Kürze – seien Sie gespannt!)

„Susan Chen, Managing Director von Giant Food, begrüßte uns herzlich und lud uns zu einem ersten Abendessen in die Fabrik ein. Mit ihrer Familie und der engsten Mitarbeiter aßen wir frisch geerntetes Gemüse, das landestypisch – d.h. sehr schonend und knackig – in der fabrikeigenen Kantine zubereitet wird.

Am nächsten Tag ging es auf die Felder und in die Produktion. Das Unternehmen produziert an mehreren Standorten in China sowohl Tiefkühl-, als auch Dosen, Glas- und getrocknetes Gemüse und vertreibt dies weltweit. Dabei hält es die höchsten Qualitäts- und Hygienestandards ein und lässt dies regelmäßig unabhängig zertifizieren. Feicheng selbst ist der neueste Standort der Firma. Hier befindet sich noch ungenutzter, unbelasteter und fruchtbarer Boden und das Gebiet ist zwar relativ küstennah, jedoch fernab von städtischer Luftverschmutzung. Regelmäßige Luft-, Wasser und Bodenanalysen bestätigen die gute Wahl des Standorts.

Chinesisches Land ist grundsätzlich in Staatsbesitz und muss gepachtet werden. Deswegen betreibt Giant Food zwar auch selbst gepachtete Felder, arbeitet aber auch eng mit lokalen Vertragsbauern zusammen. Nach und nach fuhren wir zu verschiedenen Feldern und ließen uns von den Bauern den Anbau erklären: Inmitten einer idyllischen Landschaft mit sanften, grün bewachsenen Hügeln und vorbeiziehenden Schafherden besichtigten wir die Frosta Gemüsefelder für Edamame-Sojabohnen, Süßkartoffel, Frühlingszwiebeln und Knoblauch. Der Anbau ist zwar (noch) nicht biologisch, wir erfuhren jedoch, dass Pflanzenschutzmittel nur sehr sparsam eingesetzt und direkt vor der Ernte das Unkraut lediglich per Hand geerntet wird. Für die Insektenabwehr werden die Knoblauchschalen, die als Abfallprodukt in der Fabrik anfallen, auf die Felder gebracht. Als Windschutz für die Edamame werden die Feldränder mit Mais bepflanzt: Die großen Pflanzen halten den Wind von den empfindlichen Pflanzen fern. Wir erwischten die meisten Feldarbeiter bei der Mittagspause, die aufgrund der mittäglichen Hitze drei Stunden dauert und die viele Arbeiter zum Schlafen an einem schattigen Plätzchen nutzen.

Im Anschluss ließen wir uns die Produktion des Tiefkühlgemüses zeigen. Mit Mundschutz, Haube, Handschuhe, Fußschutz, Gummistiefel und Kittel ausgestattet, wurden wir zusätzlich mit einer Art Staubsauger abgesaugt. Durch ein Fußbad hindurch, nach erneuter Desinfizierung der Hände gelangten wir durch eine weitere Sicherheitsschleuse in die eiskalte Produktionshalle. Hygienevorschriften werden dort wirklich sehr ernst genommen. Die Mitarbeiter werden zu Beginn intensiv eingearbeitet und erhalten wiederholt Schulungen.

An unserem Besuchstag wurde Knoblauch verarbeitet. Da wir uns nur vom hochsensiblen hin zum weniger sensiblen Bereich bewegen durften, schauten wir uns die Produktionskette des Knoblauchs quasi „rückwärts“ an. Der Verständlichkeit halber aber hier der Ablauf in der richtigen Reihenfolge: Der Knoblauch wird nach der Ernte für ein paar Tage am Feldrand in der Sonne gelagert und dann von LKWs zur Fabrik gebracht. Anschließend schneiden Arbeiterinnen manuell die Enden der Knolle ab und trennen die einzelnen Zehen auseinander. In einer Maschine werden die Schalen per Luftstoß weggeblasen und Arbeiterinnen sortieren die nicht komplett geschälten Zehen wieder aus. Die geschälten Zehen gelangen nun in die Produktionshallen. Dort wird das Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern manuell aussortiert und als B-Qualität in Gebiete wie z.B. Osteuropa verkauft. Die einwandfreien Knoblauchzehen gelangen dann in die maschinelle Produktionsstraße und werden intensiv gewaschen. Nach dem Waschen werden die Zehen kurz blanchiert und dann in Wasserbädern in zwei Temperaturstufen heruntergekühlt. Im Tiefkühler werden sie schockgefrostet und anschließend in große Säcke für den Abtransport verpackt. Per Containerschiff gelangen die fertigen Tiefkühl-Knoblauchzehen dann zu Abnehmern nach Europa und in die USA.

Viele der Angestellten sind Wanderarbeiter, die ebenso wie die Fabrikinhaber auf dem Fabrikgelände in eigens für sie gedachten Wohnungen leben. Die Direktorin erläuterte uns, dass das Mindestalter für die Anstellung bei 18 Jahren liegt. Susan erklärte uns, dass es in China nicht genug Arbeiter gibt. Deshalb müsste sie gut entlohnen, um ihre Mitarbeiter zu halten.

Insgesamt haben sowohl Felder als auch Produktion einen einwandfreien Eindruck gemacht. Die Gastgeber und Mitarbeiter waren sehr herzlich und haben uns offen ihre Umgebung gezeigt. Verbesserungsbedarf in Sachen Nachhaltigkeit sehen wir lediglich im Bereich der Energienutzung (z.B. Solaranlagen, Stromverbrauch etc.). Insgesamt haben wir uns die chinesische Produktion von Gemüse nicht so hygienisch und fortgeschritten vorgestellt und waren deshalb angenehm überrascht.“

Alles weitere zur FRoSTA Weltreise 2014 erfahren Sie unter www.frosta-weltreise.de

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Maren Elisabeth Ude (Trainee)

Maren Elisabeth Ude (Trainee)

Trainee bei FRoSTA. Derzeit im Marketing tätig.

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