…und warum ausgerechnet Alaska?

Eintrag von Dr. Andreas Bosselmann (Forschung und Entwicklung)

Warum Lachs aus Alaska?

Die Frage ist völlig berechtigt. Beim Lachs gibt es im Prinzip 2
Hauptquellen:

* Lachs aus Aquafarming (Norwegen, Chile, Faröer,
Schottland, Irland)
* Wildlachs aus Alaska

Wir haben dieses Thema bei FRoSTA intensiv diskutiert und haben uns
letztendlich für den Alaska-Lachs aus bestandserhaltender Fischerei (MSC)
entschieden.

Beim Aquafarming von Lachs wird nachwievor kritisiert, daß durch die
intensive Haltung der Tiere, Antibiotika eingesetzt werden müssen. Darüber
hinaus soll die Umwelt im Bereich der Farmen negativ beeinflusst werden.
In Norwegen z.B. sind mittlerweile große Anstrengungen unternommen worden, den Antibiotika-Einsatz drastisch zu reduzieren. Auch wird durch geeignete Standort-Auswahl der Farmen mehr und mehr Rücksicht auf die
Umwelt-Einflüsse genommen. Die Kritik besteht aber weiter in der
öffentlichen Diskussion.
Der Hauptgrund für FRoSTA war aber die Tatsache, daß der Lachs aus
Aquafarming im Regelfall mit Futter gefüttert wird, dem Farbstoffe
zugesetzt werden, damit das Lachsfleisch schön rot gefärbt wird. Das ist
aber im Rahmen unseres FRoSTA-Reinheitsgebotes nicht zulässig. In freier
Wildbahn fressen die Lachse unter anderem Krebstiere, wodurch sich die
rote Farbe des Fleisches auf natürliche Weise bildet.
Lachs
So bleibt eigentlich nur Wildlachs aus Alaska. Nur dort sind die Bestände
so gut bewirtschaftet, daß sie das MSC-Zertifikat tragen dürfen. Dies bedeutet, daß alle Beteiligten im Fischereiwesen in Alaska sich an Spielregeln halten, die dafür sorgen, daß die Bestände dauerhaft gesichert
werden. Dies wird von offiziellen Instituten streng überwacht.

Im Rahmen meiner schönen, aber auch sehr anstrengenden Reise konnte ich mir selbst ein Bild davon machen. Damit keine falschen Vorstellungen von solchen Reisen entstehen:
4 Tage waren wir in Flugzeugen und auf Flughäfen unterwegs, um 2 1/2 Tage in 3 Produktionsstätten die Herstellung unserer Produkte zu überprüfen. Zurück in Deutschland waren wir voller neuer Eindrücke und entsprechend platt.

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Dr. Andreas Bosselmann

Dr. Andreas Bosselmann

Arbeitet in der Abteilung "Forschung & Entwicklung"

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