Was hat Nigeria mit den Preisen von Bami Goreng zu tun….

…oder was müßte passieren damit Nahrungsmittel wieder günstiger werden?

Gerade lese ich im Economist (die Zeitung in der ich vor genau 2 Jahren zum ersten Mal über Blogs gelesen habe), weshalb die Preise von Lebensmitteln teurer geworden sind. In Kürze:

– Bio-Benzin (hergestellt aus Mais und Weizen) wird von über 40 Regierungen weltweit stark subventioniert. Gleichzeitig steigt der Preis für Erdöl.

– Die erhöhte Nachfrage führt dazu, dass Landwirte mehr anbauen, allerdings sind sie nicht in der Lage den schnellen Anstieg der Nachfrage zu decken. Nachfrage > Angebot = Preis steigt.

– Mehr landwirtschaftliche Flächen stehen weltweit zur Verfügung, diese sind aber verkehrstechnisch nicht gut erschlossen (Beispiel: Ukraine). Insofern dauert es länger bis neue Flächen erschlossen werden können.

– Die Landwirte bauen mehr Mais und Weizen an (da die subventionierten Preise hoch sind). Andere Gemüsesorten werden weniger angebaut. Auch für anderes Gemüse steigen die Preise.

– Preise für Eier, Milch und Fleisch steigen ebenfalls, weil die Tiere hauptsächlich mit Getreide gefüttert werden.

Damit Lebensmittel wieder günstig werden (und auch unser Bami Goreng) müssten also die Erdölpreise sinken und die Subventionen für Bio-Benzin abgebaut werden.

Beides ist im Moment nicht wahrscheinlich: diese Woche entscheidet die US Regierung über die geplante Verdopplung der nationalen Biogas Produktion. Und der Erdölpreis hat gerade ein Zehnmonatshoch erreicht. Grund sind Streiks und Kämpfe in Nigeria.

Über den Autor Zeige alle Beiträge Website des Autors

Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

8 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Vielleicht nur einer von vielen Einflussfaktoren (?) aber sehr interessant – was soll ich mir den Economist kaufen, wenn ich ab und zu im FRoSTA-Blog vorbeischauen kann. 🙂 Ich wünschte, wir wären mutig genug, bald auch ein entsprechendes Blog aufzubauen…

  • @blauer klaus, wie geht doch die Werbung: …es gibt Menschen mit dem Bewustsein einer Kartoffel…

    @Felix Ahlers:
    da ja nun die Bistro Idee leider nicht multipliziert wird, bin ich ja ganz froh, wenn es jetzt wenigstens eine Büroalternative gibt.

    Wenn Ihr hier wirklich einen starken Vertrieb habt, dann wird das eine tolle Sache. Ich werde da auf jedenfall mitmachen.

    Wo bleibt denn der Bericht zur HV?
    Man muss die Leute ja auch langsam an so etwas gewöhnen. Es gibt in Dtl. leider zuwenig Mitunternehmer.

    Herzlichen Glückwunsch zum guten Aktienkurs. Ich sehe zwar noch ein wenig Luft nach oben, aber die Kursexplosion ging ein bischen zu schnell… Bei 16-18 Euro kann man bestimmt nochmal nachkaufen…

    Ansonsten würde mich interessieren, ob Ihr beabsichtigt, weitere Anbauflächen selber zu kaufen (in Polen,Ukraine oder Dtl.)
    Das macht unabhängiger…

    Wieviel landwirtschaftliche Nutzflächen gehört der Frosta AG eigentlich und was heisst Vertragsbauer? Wie lange laufen solche Verträge in der Regel ? Nicht das die auch bald alle Mais anbauen…

    Weiterhin frohes Schaffen…
    Mirco

  • @ Dennis: Wer sind denn „wir“?

    @ Mirco: Wir haben Vertragsbauern die exklusiv für uns anbauen und unsere Qualitäten produzieren, eigenes Land nicht.

    Die Landwirte beliefern uns gerne aber wir müssen sie auch verstehen wenn sie bei höheren Preisen für Mais und Weizen auch für unsere Erbsen oder unseren Spinat mehr verdienen möchten.

    Ein Büro Bistro liefern wir Ihnen gerne jederzeit! Anruf genügt!

  • Die meisten Leute in D interessiert nur der Preis. Ob dafür in Nigeria oder sonstwo die Kinderarbeit steigt oder was auch immer ist denen sch…egal.
    Alles viel zu weit weg und zu anonym.

    Ausserdem existiert kein Bewusstsein für gutes Essen, dafür aber für die PS-Zahl vom neuesten Offroader oder sonsteiner Karre.

  • Heute wollte ich, wie ich dies schon seit einigen Jahren ca. 2 mal wöchentlich zu tun pflege, in meinem Stammsupermarkt wieder einmal ein Frosta – Tiefkühlgericht, in diesem Fall ein Bami Goreng, erwerben. Leider musste ich schon angesichts des Preisschildes zusammenzucken, da dieser Tiefkühlbeutel nun bereits € 3,19 kosten sollte, also ca. € 0,40 mehr als beim letzten Mal. Als ich aber solche Bedenken bereits zurückstellen wollte, stellte ich fest, dass die Einwaage dieses Beutels inzwischen von zuletzt 650g auf 500g reduziert war.

    Vor nicht all zu langer Zeit hatte ich für dieses Gericht noch € 2,39 bezahlt und zwar bei einer Einwaage von 750 g. Eine solche Preissteigerung von insgesamt 100,2 %, also eine Verdoppelung des Preises, innerhalb durchaus überschaubarer Zeit hielt mich dann doch vom Zugreifen ab. € 3,19 für eine ¾ Portion schlägt dann doch auf den Magen.
    Ich fand dann gleich nebenan das Angebot eines Mitbewerbers, 750g Einwaage für € 1,79 – es geht doch. In diesem Fall war es eine Paella, die, wie ich inzwischen sagen kann, auch ganz schmackhaft war.

    Deshalb habe ich mich jetzt von Produkten aus dem Hause Frosta abschließend verabschiedet und gehe davon aus, dass der viel beschworene Markt solche Gier mit der Zeit ohnehin zügeln wird.

    PS: Im Übrigen ist die Frosta-website auf der Startseite lausig gecodet; das Navigationsmenu wird durch andere Applets blockiert. (Plattform: Debian-Linux/browser: Iceweasel)

  • @Klaus Frey

    Ihnen hat also das Produkt für 2,39 pro Kilo genaus gut geschmeckt wie das von FRoSTA (für 6,38 das Kilo)? Darf man mal fragen, welches Produkt das war? Und was alles auf der Zutatenliste stand?

    Bei sowas muß ich immer an die Sendung „Quarks & Co“ vom WDR denken: Die hatten letztens einen künstlichen Wein herstellen lassen, der niemals eine Traube gesehen hat, und diesen (zusammen mit einem anderen guten echten Wein) von anerkannten Weinkennern verkosten lassen (Link: http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0520/001_experten.jsp). Was ist dabei wohl rausgekommen? Richtig! Der künstliche Wein schmeckte allen am besten. Aber würden Sie einen solchen Wein kaufen, der ja nur die entsprechenden Aromastoffe hat, um ihre Sinne zu täuschen? Führt der auch ernährungphysiologisch zum gleichen Ergebnis wie echter Wein? Zumindest macht er genauso betrunken, da die gleiche Menge Alkohol drin war. Man könnte natürlich jede Substanz mit Aromen versetzen und als Essen verkaufen. Man muß nur eine billige finden, die im Mund nicht weiter stört und nur dazu dient, die Aromen an die Zunge bringt.

Jetzt Kommentar schreiben und mitdiskutieren

Bitte vor dem Kommentieren unsere Blog-Regeln zur Kenntnis nehmen.