Was sind eigentlich Omega-3-Fettsäuren und warum sind diese so gesund?

Omega-3-Fettsäuren sind eine spezielle Gruppe innerhalb der mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ganz besonders wichtig sind diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren für den menschlichen Körper. Sie liefern die wertvollen und dringend benötigten Bestandteile, die der Körper für seine Bauprozesse braucht. Im Gegensatz zu den anderen Fetten können sie vom Körper nicht selbst gebildet werden. Deshalb werden sie auch als essentielle (=lebensnotwendige Stoffe, die zugeführt werden müssen) Fettsäuren bezeichnet.

Gesättigte Fette findet man hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln, also in (fettem) Fleisch, Schweineschmalz, Wurst, Butter und Käse, aber auch in Palmkern- und Kokosfett. Je „ungesättigter“ eine Fettsäure, desto flüssiger ist das Fett. Einfach ungesättigte Fettsäuren kommen vor allem in Olivenöl vor. Innerhalb der mehrfach ungesättigten Fettsäuren gibt es neben den Omega-3-Fettsäuren noch die Omega-6-Fettsäuren. Omega-6-Fettsäuren sind in vielen pflanzlichen Ölen zu finden. Die Linolsäure, der wichtigste Vertreter dieser Familie, kommt beispielsweise reichlich in Sonnenblumen-, Raps-, Soja-, Mais- und Weizenkeimöl vor.

Insbesondere fettreiche Fische wie Hering, Makrele oder Sardinen enthalten sehr hohe Mengen der
gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren. Bei regelmäßigem Verzehr tragen sie nachweislich dazu bei das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfall zu minimieren. Die ersten Hinweise hierauf stammen aus Beobachtungen an Eskimos, die erstaunlich selten einen Herzinfarkt haben. Ähnlich verhält es sich in Japan, wo ebenfalls viel Fisch verzehrt wird. Auch hier sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vergleich zu den westlichen Industrieländern relativ selten.

Auch fettärmere Fische wie Lachs oder Thunfisch erhalten noch hohe Mengen an diesen mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Durch das sofortige Tiefgefrieren unserer Fische direkt nach dem Fang bleiben die qualitativen
und gesundheitsfördernden Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren erhalten. Auch beim Fleisch gibt es Unterschiede: Die Omega-3 Konzentration bei unserem Fleisch von südamerikanischen Freilandrindern ist deutlich höher (20%) als bei Mastrindern, die kein frisches Gras fressen.

Also, esst mehr Fisch. Und Freitag ist doch sowieso Fisch-Tag. Vielleicht hat der ja heute Abend noch Platz neben den Würstchen auf dem Grill. Ach so, mein Tpp: Deutschland wird heute Abend übrigens 2:0 gewinnen.

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Melanie Erler

Melanie Erler

3 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Mehr Fisch auf den Tisch.
    So einfach geht das?
    Wieso bezahlt nicht die AOK als Vorbeugung einmal wöchtentlich fisch …?

    Sorry, war nicht lustig, aber ne ganz andere Frage: übersteht diese Säure das Einfrieren? Und danach das kochen …?

  • Da keiner antwortet, sag ich mal was: Nein, Einfrieren ist kein Problem für die Omega-3-Fettsäuren. Und Kochen auch nicht. Ansonsten: roher Fisch ist auch ganz lecker, mit Wasabi und Sojasauce …

    [Anm. d. Admin: Werbe-URL gelöscht.]

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