Wir werfen uns nachhaltig in Schale

Mit dem Jahresstart 2020 beginnt bei uns die Produktion der FRoSTA-Schlemmerfilets in einer verbesserten Schale: Eine echte Pappschale, die zu über 95% aus ungestrichenem und ungebleichtem naturbraunem Papier mit einer hauchdünnen Laminierung besteht. Zugleich gewährleistet die Schale weiterhin die Zubereitung im Backofen und in der Mikrowelle.

Hinter dieser Optimierung der Schale stecken lange, intensive Stunden der Entwicklungsarbeit bei uns im Werk und in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Mit Hochdruck haben wir daran gearbeitet, ein besseres Material für unsere Schale zu finden. Denn richtig zufrieden waren wir mit unserer bisherigen Schale noch nicht.

Schon bei der Einführung der Schlemmerfilets im Jahr 2013 verzichteten wir bewusst auf die handelsübliche Aluminiumschale in Plastikfolie. So konnten wir große Mengen Aluminium vermeiden. Wir haben uns damals für ein Material aus weniger als 95% Papier mit einer PET-Beschichtung von über 5% entschieden. Zu dem derzeitigen Entwicklungsstand war das die beste Lösung für unsere Schlemmerfilet-Schale im Sinne unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Als Vorreiter im Markt konnten wir so auch der Branche einen wichtigen Anstoß geben. Mit Freude haben wir festgestellt, dass andere Hersteller nach und nach ebenfalls diesen Ansatz verfolgten und die Aluminiumschale durch eine Schale ohne Aluminium ersetzten. Allerdings handelte es sich bei der bisherigen Schale aufgrund des erhöhten PET-Anteils um ein sogenanntes Verbundmaterial, das im gelben Sack entsorgt werden musste. Auch von einer „Pappschale“ durften wir nicht sprechen.

Mit der neuesten Weiterentwicklung unserer Schale ist es uns nun gelungen, einen weiteren wichtigen Beitrag zur Optimierung unserer Verpackungen im Sinne unserer Nachhaltigkeitsanstrengungen zu leisten. Wir konnten den PET-Anteil der Schale auf ein Minimum reduzieren, sodass sie nun aus über 95% Papier, mit nur noch einer hauchdünnen PET-Beschichtung von unter 5% besteht. Diese Pappschale wird im Altpapier entsorgt.

Manch einer mag sich fragen, warum wir nicht vollständig auf eine Beschichtung verzichten. Hier die Antwort: Aufgrund der Zubereitung des Produktes im Backofen und der Mikrowelle ist es grundsätzlich nicht möglich, vollständig auf eine Barriere gegen Fett und Wasserdampf zu verzichten. Es gibt verschiedene Materialien, die diese Barriere-Funktion übernehmen können. Dazu gehören beispielsweise PET oder auch Silikone. Wir haben uns bewusst für PET als Barriere entschieden, da damit eine sehr gute bekannte und über viele Jahre bestätigte hervorragende Recycelfähigkeit des Papiers sichergestellt ist. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der sehr einfache Aufbau unserer neuen Pappschale: eine Schicht hochwertiger Natur-Karton mit einer hauchdünnen Zubereitungsbarriere. Dies führt dazu, dass der Karton nach der Zubereitung auch mal einen Wasserfleck an den Ecken aufweisen kann, spricht aber eben für die Natürlichkeit des Kartonmaterials. Übrigens, das Papier stammt natürlich aus nachhaltiger, FSC-zertifizierter Forstwirtschaft.

Und zu guter Letzt: Durch die Umstellung der Schale auf ungebleichtes, ungestrichenes und unbedrucktes Papier können wir die CO2-Emissionen im Vergleich zu unserer vorherigen Verpackung um etwa 15% (bezogen auf alle Komponenten der Verpackung der FRoSTA-Schlemmerfilets) senken. Gegenüber der Verpackung mit der bisher handelsüblichen Aluminiumschale ist das fast eine Halbierung der CO2-Emissionen. Damit leisten wir einen weiteren kleinen Beitrag zur CO2-Reduktion.

Zu Gast beim Deutschen Nachhaltigkeitskongress

Am 21. und 22. November fand zum 12. Mal der Deusche Nachhaltigkeitstag statt.
Neben unserem Marketing Team besuchten noch 2.000 weitere an Nachhaltigkeit interessierte Besucher den Kongress.

#Esgehtauchanders - Gruppenbild

Unter dem Motto „nachhaltiger Konsum“ wurde dieses Jahr besonders der Fokus auf urbane Mobilität, Biodiversität, Digitalisierung, Globale Partnerschaften, grüne StartUps, Kreislaufwirtschaft und Plastik/Verpackungsthemen gelegt. Als konsequenter Schritt des Klimawandels wurde rein veganes und vegetarisches Essen serviert.

Unsere neue Verpackung (1)

Wir waren mit einem Stand vertreten, um unsere neue Papier Verpackung vorzustellen. Unsere Verpackungsinnovation, unser Stand aus Papier und unser unkonventioneller Auftritt haben für viel Aufmerksamkeit gesorgt.
„Und das ist ohne Beschichtung, wirklich NUR Papier?!“ – besonders die Haptik begeisterte und faszinierte die Fachbesucher, sodass fast alle die Verpackung anfassen wollten. Durch unseren Stand war es möglich, diese und weitere Fragen zur Verpackung direkt und persönlich zu beantworten und neue, wichtige Kontakte mit zu knüpfen.

Deutscher Nachhaltigkeitstag

Unser Marketingleiter Torsten Matthias und Verpackungsentwickler Urban Buschmann hatten außerdem ein Interview im Hauptsaal, bei dem die Verpackung ebenfalls vorgestellt wurde. Die Studierenden beider mit uns kooperierenden Hochschulen (Uni Düsseldorf, Hamburg Media School) waren beim Kongress, um sich über diverse Nachhaltigkeitsthemen zu informieren.

Auch unser Marketing Team nutzte die Tage, um sich an anderen Ständen, aber auch in Workshops und Vorträgen zum Thema Nachhaltigkeit weiterzubilden und neue Ansätze und Trends im Bereich Nachhaltigkeit in Erfahrung zu bringen.

Insgesamt wurden wir auf den Kongresstagen darin bestätigt, mit der Papierverpackung einen richtigen Schritt zu gehen.

Eindrücke vom Deutschen Nachhaltigkeitstag

Startprobleme unserer neuen Kräuterbox aus Papier

Jeder Anfang ist schwer! Vor ein paar Tagen habe ich unsere neue Kräuterklickbox Produktion angesehen. Es gibt zum Start noch einige Verluste wie man unten sieht. Meistens, weil das Verschließen in der hohen Geschwindigkeit noch nicht immer perfekt funktioniert! Aber unsere Linienführerinnen haben das Problem erkannt und der letzte Produktionslauf war heute schon „spitze“!

Mit der Klickbox kann man genau die Menge entnehmen die gebraucht wird und die Box kann dann wieder einfach geschlossen werden. Weil sich der Deckel der Box komplett öffnet, kann sie einfach ohne Reste entleert werden! Besser als unsere vorherige Box die nur halb geöffnet werden konnte.

Und weil unsere neue Kräuterbox ohne Plastikdeckel oder Folien auskommt, kann sie perfekt als Altpapier recycelt werden und ist damit besonders umweltfreundlich.

Vorteil von Papierverpackungen gegenüber Plastikverpackungen

Papierrollenlager bei unserem Lieferanten

Wir freuen uns über die positiven Rückmeldungen und Diskussionen (zB bei Der Welt) zu unserer Umstellung auf Papierbeutel. Letzte Woche war ich bei einem unserer großen Papierlieferanten der mir noch ein interessantes Thema erklärt hat. Bäume werden hunderte von Jahren alt und das Holz muss sich entsprechend gegen Feuchtigkeit, Bakterien usw. schützen. Entsprechend hätte Holz antibakterielle Eigenschaften. Papier, eigentlich ein „gekochter Baum“ wie mir so nett erklärt wurde, hätte ebenfalls antibakterielle Eigenschaften. Diese Studie aus Bologna, beschreibt es für Wellpappe:

FEFCO Papier Studie (Englisch)

Obst und Gemüse halten sich in Papierverpackungen länger als in Plastikverpackungen.

Und auch während meiner Kochlehre in Frankreich (vor 30 Jahren!!) haben wir immer auf Holz- statt Plastikbrettern geschnitten. Weil sich Bakterien auf Holz schlechter ausbreiten würden.

Also vielleicht ein weiterer positiver Punkt zu unserer neuen Papierverpackung? Hat dazu hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

FRoSTA stellt um auf Papier

FRoSTA sagt Tschüss!

Über 2 Jahre haben wir daran gearbeitet. Nun ist es geschafft: wir haben einen Papierbeutel entwickelt der unseren aktuellen Plastikbeutel (aus bereits umweltfreundlichem Monomaterial) ab Januar 2020 ersetzt.

Gemacht ist er aus sogenanntem „Kraftpapier“, also einem Papier welches nicht gebleicht oder beschichtet ist. Eine besondere mechanische Technik macht es möglich, dass dieses Papier resistent gegen Feuchtikkeit ist. Also auch wenn unsere Produkte mal leicht antauen (vom Laden bis nach Hause), geht der Beutel nicht kaputt.

Natürlich wird sich unsere Optik verändern und die Fotos sind nicht mehr so brilliant wie auf dem aktuellen Beutel. Verpackungen aus nachwachsenden Rohwaren (zertifiziert nach FSC, damit entsprechend aufgeforstet wird) sind aber deutlich umweltschonender und haben eine bessere Klimabilanz. Besonders bei der noch niedrigen Recyclingquote von nur 25% von Plastik (bei Papier sind es schon 80%) vermeiden wir außerdem das Risiko, dass Plastik zB im Meer landet.

Wie beim Reinheitsgebot vor über 15 Jahren, gehen wir damit natürlich ein Risiko ein. Die Produkte werden ca. 0,20€ teurer und sehen optisch anders aus (wir finden schöner!). Im Eiswürfelfach (1*) sollte man sie außerdem nicht lagern, da der Papierbeutel nach einiger Zeit reißen kann. Und wenn man die Produkte im Kühlschrank auftaut, sollte man es ohne Packung auf einem Teller machen. Wir finden aber, dass es sich lohnt diese Risiken einzugehen. Denn nur wenn wir solche Risiken eingehen, können wir Dinge verbessern. Bei 40 Millionen Packungen die wir verkaufen, sind dies übrigens 320 Tonnen weniger Plastik pro Jahr!

Wir freuen uns auf Fragen, Kommentare oder Anregungen. Und wir hoffen natürlich, dass wir zahlreiche Unterstützer und Nachahmer finden!

Rotkohl aus der Pfalz für Weihnachten

Gerade bin ich zurück von einem schönen Besuch in Bobenheim. In der Pfalz (ganz in der Nähe von Oggersheim!) bauen wir auch viel Rotkohl an. Es ist übrigens einer der besten Anbaugebiete für Gemüse in Europa! Rechtzeitig zum Fest müssen wir fertig sein. Leider wird er nur im Winter gegessen und eigentlich auch immer nur in gleicher Art hergestellt (mit Apfel). Bei uns wird er vor dem Waschen, Kochen und Einfrieren noch einmal bearbeitet!

Und der Wirsing wird nebenbei auch gleich mit produziert. In diesem Fall Wirsing mit frischem Rahm! Natürlich ohne irgendwelche Stabilisatoren oder Pülverchen wie Carrageen, die oft zum stabilisieren der Sahne verwendet werden.

Erster „INSTAWalk“ bei FRoSTA

„Revolution in der Tiefkühltruhe“  das ist der Titel des ersten „InstaWalks“, der am 4.11. um 17 Uhr bei uns in Bremerhaven stattfinden wird.

Wir zeigen einer ausgewählten Gruppe von „Instagrammern“ (also Menschen mit einem eigenen Instagram Kanal), wie unsere Gerichte hergestellt werden und wir es schaffen, seit 2003 komplett auf Zusatzstoffe zu verzichten. Natürlich wird es auch ordentlich was zum Probieren geben!

Wir und die Erlebnis Bremerhaven GmbH, die den Walk organisiert freuen uns über Bewerbungen, bis zum 28.10 um 13 Uhr direkt an: instawalk@erlebnis-bremerhaven.de

www.bremerhaven.de/instawalk

Revolution in der Tiefkühltruhe

 

Trends vom weltweiten Fischmarkt

Heute bin ich in Berlin, wo sich die wichtigsten Fischereien und Fischproduzenten der Welt treffen.

Da die meisten Fische weit entfernt von Europa gefangen werden, ist es ein weltweiter Markt. Die Amerikaner haben in Alaska eines der größten Fischereien. Viele der Fischereien sehen Trump positiv und zeigen gerade dieses Bild von ihm. Die harte Zollpolitik gegen China scheint vielen zu gefallen.

Wir versuchen seit einiger Zeit, den lokalen Fisch bei uns in der Nordsee zu nutzen. Der Nordsee-Seelachs ist aus unserer Sicht eines der besten Fische: schmeckt super (schön festes Fleisch) und ist aktuell eine Fischart deren Bestände sehr gut kontrolliert werden. Hier z.B. unsere Nordsee Fischstäbchen.

Andere Trends wurden außerdem diskutiert:

– Es gibt viele Diskussionen über weniger Plastikverpackungen die oft in den Meeren landen. Hier müssen wir alle besser werden. Auch wir müssen noch besser werden und arbeiten daran!

– Fischernetze sind mit die größten Verschmutzer der Meere mit Plastik. Oft werden Netze gekappt und kaputt im Meer zurückgelassen. Auch dies ist ein riesiges Thema. Kann man Netze aus Plastik machen die weniger das Meer verschmutzen, selbst wenn sie im Meer verloren gehen?

– Wie beim Fleisch gibt es immer mehr pflanzliche Produkte die Fisch ersetzen oder imitieren. Eigentlich ein guter Trend, finden wir auch. Auch weil der klimarelevante „Carbon Foodprint“ besser ist bei den veganen Produkten. Wir finden diese Produkte aber nur dann gut, wenn sie nicht voll von Zusatzstoffen sind. Dies ist immer noch selten und nicht ganz einfach. Übrigens kalkulieren wir für alle unsere Produkte den jeweiligen Carbon Foodprint!

– Insgesamt sind die Fischpreise ja stark gestiegen. Dadurch ist die Nachfrage eher niedriger. Eigentlich gut für die weltweiten Fischbestände. Zumal wild gefangener Fisch ja nach wie vor das einzige Nahrungsmittel ist, welches nicht gezüchtet oder angebaut wird. Die Mengen lassen sich also nicht erhöhen.

Übringens, insgesamt sind die Mengen der klassischen weißen wild gefangenen Fischsorten wie Seelachs, Kabeljau, usw. nur 5% der gesamten Fischmengen die gefangen werden. Sardinen und Anchovis, die meist verfüttert werden, sind mit großen Abstand die größten Fischmegen. Karpfen ist dagegen mit großem Abstand der meist gezüchtete Fisch auf der Welt – besonders durch den chinesischen Markt.