Subventionen dezimieren weltweite Fischbestände

Der aktuelle Economist deckt auf, wie Subventionen und wenig Kontrolle illegalen Fischfang fördern. Besonders die Fischerei außerhalb der Hoheitsgewässer der Länder (also 200 Seemeilen vom Land entfernt) sind betroffen. Dort wird meist Thunfisch und Kalamaris gefangen. Ohne Subventionen, würde dieser Fischfang zum großen Teil eingestellt warden! Und wild gefangener Fisch, wäre natürlich deutlich teurer.

Erstaulich ist, dass diese illegale Praxis bei Greenpeace und anderen NGOs nicht wirklich im Fokus steht. Leider!

Unser Fisch ist grundsätzlich MSC zertifiziert und wird streng kontrolliert. Aber auch unser Fischfang profitiert von Subventionen, z.B. beim Bau von Fischfangschiffen und beim Diesel. Und auch beim MSC sollten die Kontrollen noch härter sein, darüber sind wir oft mit dem MSC im Gespräch. Immerhin hat gerade eine große Fischfangflotte in Russland, Russian Fishery Company, das MSC Siegel verloren. Sie fangen jährlich 300.000 Tonnen Alaska Pollock und haben auch uns beliefert. Dies haben wir jetzt beendet.

Wir sind selbst auch jährlich zu Besuch bei unseren Fischlieferanten und prüfen direkt auf den Schiffen, ob die Fischerei vernünftig läuft. Aber die Kontrollmechanismen müssen auch hier verbessert werden.

Alaska „Northern Hawk“ Fischfang

Für alle die lieber ganz auf Fisch verzichten haben wir jetzt eine pflanzliche Alternative entwickelt: Fisch vom Feld. Die Zutaten sind von den Proteinwerten und dem Omega3 soger vergleichbar mit echtem Fisch.

Stürmische Zeiten

Puh…seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben wir Tag und Nacht hart daran gearbeitet, dass wir unsere Mitarbeiter, deren Familien und Freunde, so gut wir können, schützen.
Jetzt hat es das Coronavirus leider doch durch unser Sicherheitsnetz geschafft.

In der Gemeinde Bobenheim-Roxheim wurden in unserem kleinsten Produktionsstandort Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Testung der gesamten Belegschaft wurden mit gestern Abend insgesamt 45 unserer Kolleginnen und Kollegen als positiv registriert. Das macht uns sehr betroffen. Die Kontaktermittlung ist daraufhin unmittelbar erfolgt. Alle Kontaktpersonen sind in Quarantäne. Es werden alle möglichen Maßnahmen vor Ort mit Gesundheitsamt und unserem Betriebsarzt eng abgestimmt, um einen sicheren Betriebsablauf zu gewährleisten.

Nach kurzer Unterbrechung unserer Produktion, damit alle getestet und individuell betreut werden können, arbeiten wir jetzt wieder vor Ort. Es wird in den nächsten zwei bis drei Wochen vereinzelt zu Lieferengpässen kommen können. Da für uns die Gesundheit der Menschen oberste Priorität hat, hoffen wir auf euer Verständnis in diesen schwierigen Zeiten, falls mal doch Spinat, Kräuter, Rotkohl, Wirsing sowie Produkte im Blätterteig (das produzieren wir in Bobenheim) kurzfristig nicht verfügbar sein sollten. Aber Gesundheit geht vor.

Wir kümmern uns jetzt erstmal um unsere Kolleginnen und Kollegen und sehen zu, dass allen die bestmögliche Betreuung zukommt. ´FRoSTA ist für alle da´ ist für uns nicht nur Slogan, als das man es sehen kann, wir meinen das seither auch so.

Und jetzt ganz besonders für unsere Leute in Bobenheim.

Wir möchten uns ganz herzlich für die sehr professionelle Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und der Gemeinde bedanken und unserem Betriebsarzt für seinen Einsatz.

Bleibt alle gesund und passt auf euch und eure Lieben auf. Nur gemeinsam, kommen wir durch diese stürmischen Zeiten.

Eure FRoSTAs

PS: Es gibt keine Erkenntnisse, dass das Coronavirus über Lebensmittel übertragen wird. Unsere Produkte sind sicher. Weiterführende Informationen von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit findet ihr hier:
https://www.efsa.europa.eu/en/news/coronavirus-no-evidence-food-source-or-transmission-route

Der Weltmädchentag 2020 bei FRoSTA

Am 11.10.2020 war der internationale Weltmädchentag, welcher von PLAN International ins Leben gerufen worden ist. Bei diesem Tag soll vor allem auf die Gleichberechtigung von Mädchen und jungen Frauen aufmerksam gemacht werden. Noch immer herrscht in vielen Ländern ein veraltetes Frauenbild und junge Mädchen müssen bereits früh anfangen im Haushalt zu helfen und versäumen dadurch den Unterricht in der Schule.
Uns ist der Weltmädchentag sehr wichtig und deshalb haben wir am 12.10.2020 diesen Tag symbolisch nachgeholt. Der Weltmädchentag steht für geballte Frauenpower und heute haben bei der FRoSTA AG wir Mädels das Sagen!

Unser Hochregallager strahlt in pink!

Am vergangenen Wochenende vom 09.10. – 12.10.2020 hat unser Hochregallager wieder in einem kräftigen Pink geleuchtet. Hierfür wurden wir von unseren technischen Auszubildenden unterstützt, denn sie waren  für den Auf- und Abbau der Beleuchtung zuständig.

Doch nicht nur unser Hochregallager leuchtet an diesem Tag pink. Die Dekoration, Haarhauben, als auch Masken für die Produktion sind in dieser Farbe gestaltet. Außerdem wird der Tag unterstützt mit Aktionen wie „pinke Donuts für alle“ und pinkem Essen in der Kantine.
Wir möchten aber vor allem auch offen und ehrlich mit unseren Kollegen/-innen über das Thema Gleichberechtigung sprechen und interessieren uns für deren Meinung. Deshalb gibt es am heutigen Tag offene Diskussionswände und einen Fragebogen an die Mitarbeiter zum Thema „Gleichberechtigung bei FRoSTA“.
Zudem gibt es heute drei verschiedene Youth-Takeover in den Bereichen Produktion, Produktentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit.

Celina Schliep, 20 Jahre alt, Auszubildende zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik übernimmt heute die Position der Werksleitung. Dabei hat sie das Sagen in der Produktion. Sie leitet verschiedene Meetings und führt außerdem mit unserem Werksleiter ein Gespräch zum Thema „Gleichberechtigung in der Produktion zwischen Männern und Frauen“.
Frank Hoogestraat (Werksleitung) sagt:,, Ich bin sehr stolz darauf, dass in den Jahren in denen ich hier arbeite, sich die Gleichstellung von Männern und Frauen ins Positive entwickelt hat und ich auch einen Teil dazu beitragen konnte.“

Unsere Auszubildende Tara Mischke, 18 Jahre alt, im ersten Lehrjahr zur Industriekauffrau, nimmt heute das Ruder in der Produktentwicklung in die Hand. Sie bereitet Meetings vor und leitet diese. Des Weiteren wird sie sich einem neuen Projekt widmen, denn in der Produktentwicklung werden die ersten Ideen für neue Produkte gesammelt und letztendlich auch entwickelt. Dafür muss Tara die Rezeptur vorbereiten und anschließend auch zubereiten. Nur so kann entschieden werden, ob Produkte verbessert werden müssen und ob sie für den Markt geeignet sind.

Und ich, Elena Wöhlken, 20 Jahre alt, mache ebenfalls die Ausbildung zur Industriekauffrau und übernehme heute die Öffentlichkeitsarbeit. Dazu musste ich bereits im Vorfeld in die Position der Pressesprecherin schlüpfen, da ich mich um die externe Kommunikation für den Weltmädchentag gekümmert habe und mich dadurch mit diversen öffentlichen Medien wie zum Beispiel der Zeitung, in Kontakt setzen musste.  Darüber hinaus war ich für den heutigen Tag die redaktionelle Unterstützung bei unserem Social-Media-Team.

Wer sich nun fragt: Warum die Farbe pink?
Das kräftige Pink soll nicht für Klischees stehen, denn PLAN International gibt der Farbe einer neuen Aussagekraft. Sie steht für eine starke Signalkraft und vermittelt Power, Lebensfreude und Mut zur Offensive.

Schaut doch gerne mal bei unserem Instagram Account (@frosta_de) vorbei, um noch mehr Eindrücke vom Weltmädchentag zu bekommen!

 

Von Sie auf Du – oder you can say you to me!

Auch wenn sich bei uns schon immer die meisten üblicherweise duzen, wurden viele Manager und ich selbst immer mit Sie und Herr Ahlers angesprochen (manchmal fühlte ich mich dadurch schon fast etwas ausgegrenzt). Es war eben so die Tradition bei uns. Allerdings, wenn ich selbst nicht im Raum war, war ich auch vorher zum Glück schon immer Felix. Und, außerhalb Deutschlands, in Italien, Ungarn, Tschechien, Romänien und Polen war der Vorname und „you“ auch bei uns schon immer der Standard.

Ich und viele andere hatten dann aber oft komische Situation. Auf Veranstaltungen mit Externen (auch über Video) sprachen uns viele direkt mit Du an. Unsere eigenen Leute aber natürlich weiter mit Sie, obwohl wir uns ja schon viel länger kennen. Und für viele neue jüngere Mitarbeiter wirkte das Sie abschreckend und hierachisch (was wir nicht sein wollen und hoffentlich auch nicht sind).

Diese Woche haben wir nun in einem kurzen Video allen bei Frosta das „Du“ offiziell angeboten. Seitdem „trainieren“ wir eifrig. Fällt nicht immer ganz einfach. Oft sind wir ja seit Jahrzehnten das „Sie“ gewohnt. Und ich hatte mal gelesen, dass sich Mitarbeiter eventuell das „Du“ nicht trauen und dann Gesprächen ganz ausweichen. Hoffe das passiert uns nicht.

Ich glaube und hoffe jedenfalls, dass das „Du“ in 2-3 Wochen ganz natürlich ist und wir uns wundern, warum wir dafür solange gebraucht haben. Mal sehen.

Welche Erfahrungen habt ihr in euren Firmen?

Minestrone: Ein Geschmacksausflug nach Italien

Nun endlich ist es soweit: Ab sofort gibt es ein neues FRoSTA Produkt in unserem Gemüse Sortiment: Die Minestrone.

Es handelt sich hierbei um einen hochwertigen Suppen Gemüse Mix nach original italienischer Art. Der italienische Markt hat es uns vorgemacht. Neben Pasta & Pizza ist die Minestrone in Italien nicht mehr wegzudenken. Auch in Deutschland findet man die Minestrone auf der Speisekarte in jedem gutem italienischen Restaurant. Wir wollen diese Erfolgsgeschichte in Deutschland weiterschreiben, denn die italienische Küche ist nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland die Beliebteste von allen!

Um Schwung in den 08/15 Suppen Gemüse Markt zu bringen sagen wir:  „Adé Langeweile – Hallo Minestrone!“

Unsere Minestrone, nach original italienischer Rezeptur, ist keine gewöhnliche Mischung mit den üblichen Verdächtigen. Diese Mischung ist ein Feuerwerk an buntem Gemüse. Die Rezeptur beinhaltet 14 verschiedene Komponenten und sorgt damit für Abwechslung. Wie immer natürlich ohne Farbstoffe, Aromazusätze und Geschmacksverstärker. Und sogar im Papierbeutel!
Bereite die Minestrone einfach nach Zubereitungsempfehlung zu, würze sie individuell mit etwas Olivenöl, Salz & Pfeffer. Fertig ist dein Geschmacksausflug nach Italien!

Und das Beste daran: Das Gemüse ist fertig geputzt und geschnibbelt. Mit unserer Minestrone bleibt mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben!

Guten Appetit! Wir freuen uns auf euer Feedback!

Ökotest SEHR GUT für unsere Fischstäbchen

Vielleicht hat es der eine oder andere von euch mitbekommen: Unsere Fischstäbchen wurden in der Ökotest Ausgabe 07/2020 im Rahmen eines Fischstäbchen-Tests mit dem Testurteil „GUT“ ausgezeichnet.

„GUT“ fanden wir eigentlich ganz gut. Eine Sache hat uns trotzdem richtig geärgert: Es hätte ein glattes „SEHR GUT“ werden können.

Eine Abstufung gab’s, weil uns der Hinweis zu unserem Zutatentracker (www.zutatentracker.de) auf der Fischstäbchen Verpackung durchgerutscht ist – eigentlich steht dieser auf all unseren Verpackungen.

Im Zutatentracker finden sich weitergehende Informationen, insbesondere zu dem sensiblen Thema der Fangmethoden unserer verwendeten Fisch-Rohware. Transparenz ist für uns eine Herzensangelegeneheit und uns liegen alle Informationen dazu lückenlos vor – wir haben nichts zu verbergen.

Natürlich haben wir unseren Fehler umgehend korrigiert und die Verpackungen um den Zutatentracker-Hinweis ergänzt und in den Handel gebracht
Da wir den Hinweis so schnell auf der Verpackung hinzugefügt haben, erteilt Ökotest uns nachträglich das Siegel „SEHR GUT“ und berichtet über das bessere Ergebnis in der Ausgabe 09/2020 unter der Rubrik „Nachwirkungen„.

Wir freuen uns riesig darüber und sind der Meinung, dass unsere Fischstäbchen sich die Auszeichnung auch wirklich verdient haben!

Übrigens gilt natürlich auch für unsere Fischstäbchen das FRoSTA Reinheitsgebot: ohne Farbstoffe, Aromazusätze und Geschmacksverstärker, Emulgatoren- und Stabilisatorenzusätze und ohne chemisch modifizierte Stärken und gehärtete Fette.

Es lohnt sich also, unsere SEHR GUTEN Fischstäbchen mal zu probieren! Wo in eurer Nähe es die Fischstäbchen zu kaufen gibt, erfahrt ihr hier bei der Händlersuche auf der FRoSTA website.

 

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Viele Menschen sind nie ganz zufrieden mit dem, was sie gerade haben und wollen immer mehr. Diese Sehnsucht nach immer mehr machen sich einige Geschäftsleute offenbar seit geraumer Zeit zunutze und bieten ihren Kunden genau das, was sie sich so sehr wünschen, nämlich „mehr“. Na ja, zumindest schreiben sie es plakativ als Ergänzung zum vermeintlichen Hauptgeschäft im Namen des Ladens, wie man auf den Fotos sehen kann.

Vom Restaurant „Martin’s Fisch & mehr“ über „Tabak & mehr“ bis zu kleinen naheliegenden Wortspielereien mit Doppeldeutigkeit wie „Wäsche & Meer“. (Wobei die Doppeldeutigkeit hier bitte nur im 2. Teil des Namens zu suchen ist.) Und natürlich gibt es dies auch gerne mal in der entsprechenden fremdsprachlichen Version, wie zum Beispiel bei „Whisk(e)y and More“ oder auch mal auf Spanisch wie beim „Café Tapas y más“.

Was hat das jetzt aber mit FRoSTA zu tun? Klar hat FRoSTA immer mehr zu bieten. Verpasst FRoSTA hier also einen Trend? Müssten wir uns also in „FRoSTA & more“ umbenennen, um weiter erfolgreich zu sein? Oder muss auf der Faltschachtel „Fischstäbchen und Meer“ stehen oder „Paella y más“ auf dem Beutel? Hat unser Marketing das bisher verschlafen?

Nicht ganz! Natürlich setzt unser Reinheitsgebot uns strikte Grenzen, wenn es um „mehr“ geht. Schließlich soll nur das in der Verpackung drin sein, was auch draufsteht. In diesem Sinne ist bei einigen Lebensmitteln im Supermarkt tatsächlich schon „mehr“ drin (Zusatzstoffe), ohne dass es draufsteht . Von daher passt diese Ergänzung bei uns nicht. Trotzdem muss ich als Controller den Kollegen aus dem Marketing mal kurz freundschaftlich unter die Arme greifen und zeigen, wie wir den Trend mit dem „mehr“ trotzdem erfolgreich aufgreifen können. Bitte schön:

FRoSTA. Mehr geht nicht.

😉

Erneuter Besuch in Ecuador

Seit mehr als drei Jahren unterstützt FRoSTA gemeinsam mit Plan International das Projekt „Einkommen für Jugendliche und ihre Familien“. Dabei sind wir, die Auszubildenden der FRoSTA AG, Botschafter für unser Plan Projekt und betreuen die Kommunikation mit unseren 14 Patenkindern in Ecuador.

Im Februar dieses Jahres ging es ein erneutes Mal für unseren Kollegen Dennis Diener aus dem Einkauf nach Ecuador. Bei Dennis Dieners Besuch konnte er sich einen Überblick über die Fortschritte zu dem gemeinsamen Projekt verschaffen. Zu seinem Besuch habe ich unseren Kollegen interviewt und möchte nun gerne darüber berichten.

Gemeinsam mit der Kinderrechtsorganisation besuchte unser Kollege in einem zweitägigen Programm drei der aufgebauten Unternehmen, eine Berufsschule und eines unserer Patenkinder. Abschließend wurde ein „soft skills“-Workshop durchgeführt, an dem er selbst mit teilnehmen konnte.

Zunächst ging es zu einer Berufsschule in der Provinz Cotopaxi. Es fand ein gemeinsames Meeting mit der Schule und Plan statt und anschließend konnte Dennis Diener sich einen Überblick über die Räumlichkeiten verschaffen. An der Berufsschule werden ausschließlich technische Berufe gelehrt. Dabei setzen sich die Schülerinnen und Schüler zu 2/3 aus Jungen und zu 1/3 aus Mädchen zusammen. An Schulen wie diesen wird die Arbeit und Unterstützung durch Plan sehr wertgeschätzt.

Anschließend ging es in eine von Plan zur Verfügung gestellten Räumlichkeit, um unser Patenkind Naydelin zu besuchen. Bereits vor zwei Jahren hatte unser Kollege Naydelin treffen können. Zu der Zeit durften die Patenkinder noch Zuhause besucht werden. Dies ist heute nicht mehr möglich. Das regelt die Kinderschutzrichtlinie von Plan. Für die Familien ist es oft nicht einfach, wenn sie zuhause besucht werden und ihre Lebensverhältnisse Fremden offenbaren müssen. Außerdem möchte die Kinderrechtsorganisation so verhindern, dass Kinder in Situationen kommen, die für sie unangenehm sind.   „Heute ist Naydelin 14 Jahre alt und zeigt tolle Entwicklungen“ sagt Dennis Diener. „Sie ist viel selbstbewusster geworden und hat feste Vorstellung, wie ihre Zukunft aussehen soll und weiß schon jetzt, dass sie später einmal Ärztin werden möchte.“ Auch über die mitgebrachten Geschenke aus Deutschland hat sich Naydelin sehr gefreut.

Als Nächste wurden drei der aufgebauten Geschäftsideen besucht. Es arbeiten im Durchschnitt jeweils 7-10 Jugendlichen dort zusammen. Die Jugendlichen schätzen es sehr, die Chance zu haben, ein Unternehmen aufbauen zu können und eine solche Verantwortung zu tragen.

Zwei der aufgebauten Unternehmen sind Bäckereien jeweils in kleinen Orten in der Provinz von Cotopaxi. Die Jugendlichen kommen nach der Schule direkt zur Bäckerei und beginnen zu backen. Dabei haben beide Bäckereien die Geschäftsidee anders umgesetzt. Neben Brot bietet eine der Bäckereien auch Käse und Milch an, um den Kunden mehr bieten zu können. Im Durchschnitt backen die Jugendlichen ca. 105 Brote pro Tag. Es gibt dabei keine direkte Aufgabeneinteilung, denn jeder kann alles und so wird sich gegenseitig geholfen. Das verdiente Geld zahlen die Jugendlichen auf der Bank ein, um es zu sparen. In der zweiten Bäckerei werden auf Anfrage auch Desserts, Kuchen und Torten angeboten. Anders als bei der ersten besuchten Bäckerei gibt es einen sogenannten „Chef“ der den Jugendlichen alles beibringt. Beide Bäckereien besitzen einen festen Kundenstamm und die Brote können entweder abgeholt oder sogar geliefert werden. Gerade bei älteren Kunden kommt die Möglichkeit eine Lieferung sehr gut an.
Des Weiteren stand der Besuch einer Hühnerfarm an. Junge Küken wurden gekauft, um sie anschließend großzuziehen. „Dabei lernten die Jugendlichen, gemeinsam als Team zu arbeiten und Absprachen zu vereinbaren“ erläutert Dennis Diener. „Die Hühner werden vermarktet und die Jugendlichen müssen entscheiden, für welchen Preis sie das Huhn verkaufen wollen. So werden das Handeln und das strategische Denken gefördert. Ein zweites Projekt für die Hühnerfarm ist bereits geplant.“

Am nächsten Tag ging es zu einem „soft skills“-Workshop. Dieser Workshop findet alle zwei Monate regelmäßig, mit ca. 40-50 Jugendlichen, in der Berufsschule statt. Hier lernen die Jugendlichen die Herausforderungen eines Unternehmens kennen und thematisieren dieses mit verschiedenen Schulungen und Gruppenaufgaben. Vor allem geht es aber auch um die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Kommunikation miteinander.
Abgerundet wurde der Tag mit einem gemeinsamen Mittagessen und Dennis Diener konnte sich mit den Jugendlichen austauschen und noch viele tolle Eindrücke sammeln.

„Diese erneute Reise nach Ecuador war sehr beeindruckend“, zieht Dennis Diener sein Fazit. “Ich wurde von allen sehr herzlich und freundlich aufgenommen. Besonders die Mädchen waren sehr selbstbewusst und haben viel über sich und die Projekte erzählt. In den zwei Jahren ist sehr viel passiert und alle theoretischen Vorstellungen konnten sehr gut umgesetzt werden, da es nun nach vielen Schulungen, feste Teams gibt, die an dem Projekt arbeiten.

Der regelmäßige Kontakt zu Plan International und zu den Patenkindern ist sehr wertvoll und ich würde gerne noch einmal nach Ecuador reisen, um weitere Fortschritte unterstützen zu können und mir fortlaufend einen Einblick verschaffen.“

Das gemeinsame Projekt unterstützen zu dürfen ist auch für uns Azubis eine tolle Erfahrung. Es ist schön, dass wir dieses Projekt vor allem selbst mit in die Hand nehmen können . Ich finde es klasse, dass FRoSTA sich durch viele verschiedene Projekte sozial engagiert und dadurch auch die Menschen vor Ort unterstützt. Das Projekt hat mich sogar privat animiert, ein eigenes Patenkind von Plan International zu unterstützen.