FRoSTA stellt um auf Papier

FRoSTA sagt Tschüss!

Über 2 Jahre haben wir daran gearbeitet. Nun ist es geschafft: wir haben einen Papierbeutel entwickelt der unseren aktuellen Plastikbeutel (aus bereits umweltfreundlichem Monomaterial) ab Januar 2020 ersetzt.

Gemacht ist er aus sogenanntem „Kraftpapier“, also einem Papier welches nicht gebleicht oder beschichtet ist. Eine besondere mechanische Technik macht es möglich, dass dieses Papier resistent gegen Feuchtikkeit ist. Also auch wenn unsere Produkte mal leicht antauen (vom Laden bis nach Hause), geht der Beutel nicht kaputt.

Natürlich wird sich unsere Optik verändern und die Fotos sind nicht mehr so brilliant wie auf dem aktuellen Beutel. Verpackungen aus nachwachsenden Rohwaren (zertifiziert nach FSC, damit entsprechend aufgeforstet wird) sind aber deutlich umweltschonender und haben eine bessere Klimabilanz. Besonders bei der noch niedrigen Recyclingquote von nur 25% von Plastik (bei Papier sind es schon 80%) vermeiden wir außerdem das Risiko, dass Plastik zB im Meer landet.

Wie beim Reinheitsgebot vor über 15 Jahren, gehen wir damit natürlich ein Risiko ein. Die Produkte werden ca. 0,20€ teurer und sehen optisch anders aus (wir finden schöner!). Im Eiswürfelfach (1*) sollte man sie außerdem nicht lagern, da der Papierbeutel nach einiger Zeit reißen kann. Und wenn man die Produkte im Kühlschrank auftaut, sollte man es ohne Packung auf einem Teller machen. Wir finden aber, dass es sich lohnt diese Risiken einzugehen. Denn nur wenn wir solche Risiken eingehen, können wir Dinge verbessern. Bei 40 Millionen Packungen die wir verkaufen, sind dies übrigens 320 Tonnen weniger Plastik pro Jahr!

Wir freuen uns auf Fragen, Kommentare oder Anregungen. Und wir hoffen natürlich, dass wir zahlreiche Unterstützer und Nachahmer finden!

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

25 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Wie sollen die Verpackungen entsorgt werden? Altpapier, Restmüll oder Biotonne?

    Ich erinnerte mich an einen Artikel aus 2015: „Pizzakartons gehören in den Restmüll“. Nach den Aussagen im Artikel müssen Verpackungen von TK-Gemüse in den Restmüll und demnach ist nicht mit Recyclingquoten zu argumentieren:

    „Pizzakartons haben in der Altpapiertonne nichts zu suchen“, betont Dieter Wolf, Berater des Umweltamtes Frankfurt am Main. „Das gilt ohne Ausnahme für alle Kartonagen, die mit Speiseresten verunreinigt sind.“ Somit gehören auch Verpackungen, in denen sich beispielsweise noch Rückstände von Tiefkühlgemüse, Kuchen oder Obst befinden, nicht in den Papiermüll. „Dieser Abfall gehört in den Restmüll“, erklärt Wolf. „Lebensmittelreste verursachen beim Recycling große Probleme. Das Papier ist von seiner Qualität her durch die Fremdstoffe stark beeinträchtigt.“

    • Unsere Beutel sind ja nach dem Entleeren praktisch sauber, weil sie im gefrorenen Zustand in den Topf kommen. Ensprechend können unsere neuen Papierbeutel in die Altpapiertonne (weil sie nicht mit Plastik beschichtet sind).

      Schachteln aus Papier die beschichtet sind, können dagegen meist nicht als Altpapier entsorgt werden.

      • Das ist doch aber nur die halbe Wahrheit. Auf dem Weg vom Einkauf nach Hause wird der Inhalt bei einem Großteil der Kunden zumindest antauen und das Papier somit verunreinigen. Das sehe ich doch selbst aktuell bei jeder aufgeschnittenen Plastik-Tüte von Frosta. Und mit Essen verschmutztes Papier kann nicht mehr recyclet werden und gehört in den Restmüll.

      • Ganz schön überhebliche Art von Ihnen, respektvoller wäre es sich Sprüche wie „Ein kleines bisschen mit gesundem Menschenverstand nachdenken hilft ungemein“ zukünftig zu sparen, insbesondere, wenn sie völlig unangebracht sind.
        Denn hier steht eindeutig, dass die Verpackung im Altpapier entsorgt werden kann:
        https://www.frosta.de/tschuess
        „Das Ergebnis: Der neue Papierbeutel kann im Altpapier entsorgt werden und ist besonders leicht zu recyceln.“

        Es ist also sehr wohl von der Altpapiertonne die Rede.

        Und wenn der Inhalt vom Beutel auf dem Weg nach Hause antaut (was er beim Großteil der Kunden wird), ist das Papier entsprechend „verschmutzt“ und gehört nicht mehr in die Altpapiertonne.

  • Ich freue mich richtig darüber! Eine sehr gute Freundin hat mich erst auf Frosta gebracht, weil ich tatsächlich oft zu faul zum kochen bin und lieber eine gesunde Alternative ohne künstliche Aromen etc gesucht habe, welche dazu auch noch schmeckt und nachhaltig ist.

  • Sorry, aber eine Preiserhöhung für eine andere Tüte ist absurd. Die Nachteile der nur begrenzten Festigkeit empfinde ich dem gegenüber als nicht gerade unerheblich. Stellen Sie sich vor man nimmt die Tüte mit zur Arbeit, wo es keine Gefriertruhe gibt, soll man den Packungsinhalt erstmal zuhause in eine Tupperdose umfüllen?

    Dass die Beutel wirklich sauber genug sind, dass sie im Papiermüll gut recycelt werden können, wurde das wissenschaftlich untersucht? Plastikverpackungen, die in den Gelben Sack gegeben werden, verschmutzen wohl kaum die Weltmeere, das Plastik aus den Meeren kommt woanders her…

    • Eines der großen Problem der Plastikverpackung ist, dass bis heute in Deutschland weniger als 50% recycelt werden. Auch deshalb haben wir uns für Papier entschieden. Und die Packung ist aus reinem Naturpapier welches unsere Produkte optimal schützen. Auch wenn sie etwas antauen.

      • Die Recyclingquote von 50 % bei Plastikverpackungen bezieht sich allerdings auf die Gesamtheit der verschiedenen Materialarten, je nach Kunststoffart unterscheidet sich diese ja deutlich. Und da lag Frosta bisher offenbar schon im überdurchschnittlichen Bereich.

        Dass in den Tüten Rückstände verbleiben, von Kräutern oder kleinen Bruchstücken, wird sich bei Papiertüten kaum anders verhalten als bei Plastiktüten?
        Die Befürchtung, ob ein Recycling dann tatsächlich möglich ist oder ob die Verschmutzungen sogar dazu führen, dass der Recyclingprozess des gesamten Altpapiers beeinträchtigt wird, ist meiner Meinung nach nicht von der Hand zu weisen. Stellt sich die Frage, ob die Papiertüten bei einer realistischen Betrachtung am Ende in der gleichen Liga spielen wie auch angeblich kompostierbare Plastiktüten, die mehr Schaden als Nützen.

  • Ich finde die Umstellung super und es ist mir den Mehrpreis wert!
    Wenn sich keiner was traut, wird sich auch nix ändern und Frosta traut sich!

    Wie und ob die Papiertüte recycled werden soll, kann wohl am Besten das Recyclingunternehmen beantworten. Ich werde mal bei Remondis nachfragen.

  • Seit Jahren Frosta Fan: Erst macht ihr Tiefkühlkost wertiger und nachvollziehbar. Ohne Geschmacksverstärker, etc. Und nun das: „Frosta hat ein Verfahren entwickelt, dass reine Papierbeutel für Tiefkühlkost praxistauglich macht….“
    In meinen Augen vorbildlich. Weiter so – ich bin begeistert!

  • Kann dem Verbraucher vielleicht geholfen werden, indem man die Entsorgungsmöglichkeit „Nach dem Gebrauch: Tüte ins Altpapier“ auf die Verpackung druckt?

  • Wie schneidet denn die neue Verpackung ökobilanziell im Vergleich zur alten ab?

    Papier hat einen guten Ruf als Verpackungsmaterial, ist jedoch was die Umweltauswirkungen angeht nicht wirklich besser als Kunststoff (unter der Annahme, dass der Müll ordentlich entsorgt wird und nicht in der Natur landet). Aufgrund des höheren Preises und den Einschränkungen in der Handhabung erschließt sich mir der Mehrwert nicht.

    Die bisherige Verpackung ist ja bereits ein gut recylcebares Monomaterial, nur das Kunststoff-Recyclingsystem in Deutschland lässt noch zu wünschen übrig. Ich fänd es sinnvoller, wenn sich die Inverkehrbringer verpackter Lebensmittel (wie Frosta) aktiv für eine Verbesserung des Recyclingssystems einsetzen würden.

    • Stimmt, Papier hat, so wie auch Holz antibakterielle Eigenschaften und ist insofern sogar besser als Plastik. Abgesehen davon hat unser Papierbeutel auch eine bessere Co2 Bilanz als der Plastikbeutel.

      Natürlich ist auch der aktuelle Beutel schon sehr gut, aber die Recyclingquote ist bei Plastik eben weit unter 50% und wir als kleine Firma werden daran nicht wirklich viel ändern können (auch wenn wir es seit langer Zeit aktiv versuchen). Auch deshalb haben wir uns für den Papierbeutel entschieden.

      • Meiner Meinung nach haben Sie genau die richtige Lösung für das Recyclingsystem-Problem gefunden, nach dem Motto: „If you can’t change the system, beat it!“
        Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und ggf. Lizenznehmer für das Kraftpapier.

  • Nach dem Reinheitsgebot für „innen“ jetzt also auch das Reinheitsgebot für außen. Ich find es großartig und werde jetzt erst recht ein treuer FRoSTA-Kunde bleiben.

    Eine Bitte hätte ich jedoch: Könntet Ihr hier oder auf Facebook aufklären, welche Eurer derzeitigen Verpackungen ins Altpapier dürfen? Was zum Beispiel ist mit den Kartonverpackungen für u.a. das Chicken Teriyaki?

    • Unsere aktuellen Beutel aus Polypropylhen Monomaterial können im gelben Sack recycelt werden. Allerdings ist die Recyclequote bei Plastik nicht besonders hoch (je nach Region). Da die Beutel weiß sind, eignen sie sich besonders gut zum recyceln und geben ein besseres Substrat für Neuprodukte ab.

      Unsere zukünftigen Papierbeutel können dann im Altpapier recycelt werden. Hier ist die Recyclequote deutlich höher! Gleiches gilt für unsere aktuellen Faltschachteln aus Pape. Dies geht, weil die innere Beschichtung unter 5% dick ist.

      Bitte darauf achten, Lebensmittelreste vor dem recyceln zu entfernen.

  • Da wird mal etwas Innovatives vorgestellt und viele suchen dann mit Gewalt das Haar in der Suppe. Überlegt mal, was so alles im Altpapier landet. Kartons sind häufig mit Kunststoffklebeband verschlossen oder das Band ist mit Plastikfäden verstärkt. In Zeitschriften sind häufig Produktproben eingeklebt, meistens Kosmetik. Irgendwelche beigelegten CDs oder DVDs landen auch im Altpapier. Und da schwadroniert ihr ernsthaft darüber, ob ein paar Gemüsekrümel beim Recycling stören könnten?
    Was mich noch technisch intressiert, wie werden die Beutel verschlossen? Folie lässt sich ja einfach verschweißen, wird das Papier geklebt?

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