Von Sie auf Du – oder you can say you to me!

Auch wenn sich bei uns schon immer die meisten üblicherweise duzen, wurden viele Manager und ich selbst immer mit Sie und Herr Ahlers angesprochen (manchmal fühlte ich mich dadurch schon fast etwas ausgegrenzt). Es war eben so die Tradition bei uns. Allerdings, wenn ich selbst nicht im Raum war, war ich auch vorher zum Glück schon immer Felix. Und, außerhalb Deutschlands, in Italien, Ungarn, Tschechien, Romänien und Polen war der Vorname und „you“ auch bei uns schon immer der Standard.

Ich und viele andere hatten dann aber oft komische Situation. Auf Veranstaltungen mit Externen (auch über Video) sprachen uns viele direkt mit Du an. Unsere eigenen Leute aber natürlich weiter mit Sie, obwohl wir uns ja schon viel länger kennen. Und für viele neue jüngere Mitarbeiter wirkte das Sie abschreckend und hierachisch (was wir nicht sein wollen und hoffentlich auch nicht sind).

Diese Woche haben wir nun in einem kurzen Video allen bei Frosta das „Du“ offiziell angeboten. Seitdem „trainieren“ wir eifrig. Fällt nicht immer ganz einfach. Oft sind wir ja seit Jahrzehnten das „Sie“ gewohnt. Und ich hatte mal gelesen, dass sich Mitarbeiter eventuell das „Du“ nicht trauen und dann Gesprächen ganz ausweichen. Hoffe das passiert uns nicht.

Ich glaube und hoffe jedenfalls, dass das „Du“ in 2-3 Wochen ganz natürlich ist und wir uns wundern, warum wir dafür solange gebraucht haben. Mal sehen.

Welche Erfahrungen habt ihr in euren Firmen?

   

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

3 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Hm … ITler, immer schon in der DUZ Kultur unterwegs und würde mir zwischendurch das Sie wünschen, auch gibt es Menschen bei uns im Unternehmen, die würde ich privat nicht duzen wollen (würde allerdings auch keinen Kontakt wollen)…

    Und wenn man sich dann durch Zufall mal begegnet, wird aus dem dienstlichen Du auch kein Sie …

  • Also ich bin nun gut 3 Jahre bei einem Unternehmen und habe damals beim Firmeneintritt einfach gefragt wie es mit Sie/Du gehalten wird. Antwort: „Eigentlich hier alle Du. Bei unserer Mutterfirma eher Sie.“

    Ich selber finde es immer etwas ungewohnt wenn Mitarbeiter welche schon deutlich länger im Unternehmen sind zu unserem Betriebsleiter „Herr …“ sagen, wo ich auch mal einfach in sein Büro gehe und ihn beim Vornamen anspreche.

    Ich selbst, eher noch jung, wurde so richtig wissentlich nur von unseren Azubis und Jungfacharbeitern mal gefragt, wie ich es den gerne hätte. Ich erklärte Ihne das ich auf das Sie nichts gebe und der Respekt mir gegenüber als „ihr Vorgesetzter“ sich aus meinem Handeln und „Wissen“ ableiten sollte.

    Das funktioniert ganz gut, da alle Kollegen wissen das der da oben (ich), nicht nur die Maus über den Bildschirm jagt und sagt das muss so gehen, sondern den Karren mit aus Dreck zieht wenn es notwendig ist.

  • Auch ITler und als ich noch in Deutschland gearbeitet habe war das DU eigentlich normal bis auf CXOs die wurden weiter gesiezt. Hat sich aber auch geändert. Erst Krawattenpflicht gekippt, dann auf DU umgeschwenkt. Ich persönlich habe noch nie zwischen DU oder SIE differenziert. Wer nix kann oder menschlich nicht mein Fall ist, wird mit SIE auch nicht besser.