Darf’s ein bisschen mehr sein?

Viele Menschen sind nie ganz zufrieden mit dem, was sie gerade haben und wollen immer mehr. Diese Sehnsucht nach immer mehr machen sich einige Geschäftsleute offenbar seit geraumer Zeit zunutze und bieten ihren Kunden genau das, was sie sich so sehr wünschen, nämlich „mehr“. Na ja, zumindest schreiben sie es plakativ als Ergänzung zum vermeintlichen Hauptgeschäft im Namen des Ladens, wie man auf den Fotos sehen kann.

Vom Restaurant „Martin’s Fisch & mehr“ über „Tabak & mehr“ bis zu kleinen naheliegenden Wortspielereien mit Doppeldeutigkeit wie „Wäsche & Meer“. (Wobei die Doppeldeutigkeit hier bitte nur im 2. Teil des Namens zu suchen ist.) Und natürlich gibt es dies auch gerne mal in der entsprechenden fremdsprachlichen Version, wie zum Beispiel bei „Whisk(e)y and More“ oder auch mal auf Spanisch wie beim „Café Tapas y más“.

Was hat das jetzt aber mit FRoSTA zu tun? Klar hat FRoSTA immer mehr zu bieten. Verpasst FRoSTA hier also einen Trend? Müssten wir uns also in „FRoSTA & more“ umbenennen, um weiter erfolgreich zu sein? Oder muss auf der Faltschachtel „Fischstäbchen und Meer“ stehen oder „Paella y más“ auf dem Beutel? Hat unser Marketing das bisher verschlafen?

Nicht ganz! Natürlich setzt unser Reinheitsgebot uns strikte Grenzen, wenn es um „mehr“ geht. Schließlich soll nur das in der Verpackung drin sein, was auch draufsteht. In diesem Sinne ist bei einigen Lebensmitteln im Supermarkt tatsächlich schon „mehr“ drin (Zusatzstoffe), ohne dass es draufsteht . Von daher passt diese Ergänzung bei uns nicht. Trotzdem muss ich als Controller den Kollegen aus dem Marketing mal kurz freundschaftlich unter die Arme greifen und zeigen, wie wir den Trend mit dem „mehr“ trotzdem erfolgreich aufgreifen können. Bitte schön:

FRoSTA. Mehr geht nicht.

😉

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Frank Ehlerding (Controlling)

Frank Ehlerding (Controlling)

Controlling

8 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Ein Saftladen bleibt ein Saftladen, auch wenn er Juiceshop heißt.

    Will sagen: Wichtig ist was drin ist und nicht was drauf steht.

    Gerade Bami Goreng von euch gegessen. Etwas Knoblauch und Chilli extra. Lecker 🙂 (in Sachen schärfe bin ich kein Maßstab, zumindest für Mitteleuropäer)

  • Gibt so ein paar Floskeln die sollte man einfach lassen. Dazu gehört u..A. „und Meer“ für alle Produkte die im weitesten Sinn was mit Strand oder Fischen zu tun haben.

    [Anm. d. Admin: Website gelöscht. Bitte Blogregeln beachten!]

  • Da wir gerade bei sprachlichen Dingen sind: Ich habe eben zum ersten Mal eure vegane Gemüse Pfanne gesehen und finde, ihr seid da nicht ganz konsequent. Wieso nicht auch Süß Kartoffeln, Fisch Stäbchen und Zucker Schoten? Später dann vielleicht auch Pa Ëlla mit Hühn Chen?

    • Also ich kritisiere unser Marketing ja auch gerne mal, aber in solchen Fällen nehme ich sie auch gerne in Schutz. Schließlich handelt es sich bei den Bezeichnungen unserer Produkte quasi um mehr oder weniger frei wählbare Eigennamen. Man kann sein Kind ja sowohl Karl-Heinz als auch Karlheinz nennen. Und man könnte es sogar Karl Heinz nennen, wenn man will. Es soll ja sogar einen Lebensmitteproduzenten geben, der, fern ab jeglicher orthografischer Zwänge, seine Schnitzel einfach Toasty nennt. 😉 Von daher sind auch meine Marketing Kollegen … ähm … Marketing-Kollegen …. Marketingkollegen … äh … meine Kollegen aus dem Marketing relativ frei in ihren Namensgebungen, wenn auch, zugegeben, nicht in jedem Einzelfall treffsicher. Insgesamt machen sie aber einen tollen Job, wie ich finde. Danke deshalb vom Controlling aus Bremerhaven an meine Kollegen in Hamburg. 🙂

      • Hallo Frank, na klar sind das frei wählbare Eigennamen, deshalb hatte ich ja auch angeregt, diesen frei gewählten Weg konsequent weiterzugehen (siehe Fisch Stäbchen etc.).! 😀

        Im Ernst: Ich finde auch, dass euer Marketing einen echt guten Job macht. Trotzdem lese ich bei diesem speziellen Produkt im Kopf wirklich unweigerlich genau das, was da steht, nämlich dass es sich wohl um „Ein Gemüse namens Pfanne“ handeln muss.

  • Hallo Frank,

    ich bin enttäuscht….. Frosta Bamy Goreng Zutat Hähnchenfleisch …. nicht aus Deutschland !!! Dafür ein Fleisch aus erbärmlicher Massentierhaltung in Thailand…… nein Danke …..nie wieder !!

    Muss das sein ?`
    Ihr Kunde zahlt gerne ein paar Cent mehr für das Tierwohl.

    • Liebe Renate, wir können gut verstehen, dass das Herkunftsland Thailand ersteinmal auf Unverständnis stößt.
      Wir haben uns aber ganz bewußt dafür entschieden, weil wir der festen Überzeugung sind, dass die Haltungsbedingungen hier besser sind als in Deutschland. Wir beziehen unser Fleisch schon seit über 20 Jahren von EU-zertifizierten Betrieben in Thailand und wir informieren über die Herkunft transparent auf jeder einzelnen FRoSTA Packung. Unsere Produzenten in Thailand besuchen wir regelmäßig, um uns immer wieder selbst vor Ort von der Qualität des Produktes, der ordnungsgemäßen Aufzucht der Tiere, dem Verarbeitungsprozess und den Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter zu überzeugen. So stellen wir sicher, dass alle Prozessschritte wie die Herkunft, die Fütterung, die Aufzucht, die Schlachtung und die Verarbeitung den von uns vorgegebenen Kriterien entsprechen.

      Besonderen Wert legen wir auf das Wohlergehen der Tiere. Verbesserte Haltungsbedingungen und die daraus resultierende gute Tiergesundheit sind wichtige Voraussetzungen hierfür.Deshalb haben wir beschlossen, dass bis 2026 alle unsere FRoSTA Hähnchenfleisch Rohwaren die Anforderungen der Europäischen Masthuhn-Initiative https://masthuhn-initiative.de erfüllen und arbeiten bereits jetzt an der Umsetzung.
      Schon heute haben wir Punkte wie z.B. die Einhaltung des europäischen Tierschutzrechtes ungeachtet des Produktionslandes, eine verringerte Besatzdichte, Pickmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten festgeschrieben und lassen diese durch unabhängige Dritte vor Ort überprüfen.

      Wir hoffen, diese Infos sind hilfreich und tragen ein wenig zur Aufklärung bei!